kleiner Hinweis: Ihr könnt die Karte durch die Überschriften, sowie den Text durch die Markierungen auf der Karte steuern.

Januar 2014 Spanien

Fuerteventura

Agnes, Maik

Fuerte Ventura... Maik ist zwar immer noch der Meinung, La Gomera sei seine Lieblingsinsel (zumindest bis jetzt), ich hingegen kann diese Aussage nicht ganz so überzeugt treffen. 

Bei weitem nicht so grün und vielseitig, wie Gomera, doch unübertroffen in kilometerlangen Sandstränden ist Fuerte Ventura. Für mich, als Schnorchelsüchtige ebenfalls gewichtig, türkisblaues glasklares Wasser. Noch dazu Lagunen, ohne Atlantikwellen. Für mich, die die Karibik noch nicht gesehen hat, großartig!! Die Lagune, von der ich gerade schrieb, ist Teil der kleinen Insel Lobos, die unsere Reisegruppe am 1.Januar „bereisen“ wollte. Dumme Idee! Wie konnten wir davon ausgehen, dass die Spanier am 1.1. arbeiten???! Blöde Touristen...einzige Antwort der Hafenwache auf die Frage, ob denn die Fähre an diesem Tag überhaupt fahre: „No se.“ Heißt: „Ich weiß nicht.“ Danke, guardia civil, Freund und Helfer aller Touristen! Aber es müsste schon mehr passieren, um uns von gemachten Plänen abzubringen. Mittlerweile (gegen 11Uhr morgens) hat doch noch ein Jetsky-Verleih seine Luke geöffnet, der uns zumindest schon mal mitteilen konnte, dass gewiss keine Fähre mehr nach Lobos fahren würde. Und noch dazu rief er Pedro, einen Holländer, der mit seinem Schnellboot, Surfer zu den besten Wellen bringt. Tja, und schon war das Ding gebongt. Um 12 waren wir auf der Insel. Allein! Ohne (andere) Touristen, wie es uns allen am besten gefällt. 

Erzählen muss man auch von den Hörnschn (eine Art Streifenhörnchen), die wir nach einem Picknik mit ihnen zu jeder Mahlzeit wieder vermissen! Zu finden sind sie an einigen Stellen der Insel, sofern man Carola und Falk Münster seine Vorhut nennen darf! Die süßen Dinger (die Hörnschn!) fressen aus der Hand, sind unersättlich und noch dazu unglaublich neugierig. Manu ist jedenfalls kaum noch heraus gekommen aus dem Quitschen. Auf jeden Fall haben uns die Tierchen gleich mal drei Stunden unserers Tages versüßt. Schön war es mit euch, Hörnschn!!! 

Das waren nur zwei Anekdoten unseres Unrlaubs. Ich könnte hier noch viele mehr niederschreiben. Zum Beispiel über die mürrische Kellnerin aus Puerto del Rosario, die uns am Ende des Abends noch zu einem Caramelwodka an der Bar eingeladen hat, nachdem Trampel-Aggi ein Glas zerstört hatte. Oder unser Zimmer in Morro Jable, welches wir als große Liegewiese vorfanden, weil ein Doppelbett kurzerhand zu einem für drei Leute umfunktioniert wurde. Oder unsere Silvester-Fischplatte – für drei Personen bestellt, aber für zehn hätte sie locker gereicht. Die rosa Bar in Corralejo, in der wir gemeinsam mit Maikis Eltern zwei Abende hinter einander verbracht haben, weil es einfach so schön war und die süße Kellnerin mir einen Cocktail brachte obwohl ich keinen zweiten bestellt hatte. Sie hatte anscheinend Mitleid, schließlich hatten sich die anderen vier noch einen geordert. Die „Villa Winter“, deren Pforte wir ganz schnell wieder zuschlugen weil ein großer schwarzer Hund bellend auf uns zukam. Wenig später kamen Jeeps voller Touris, öffneten das Tor und was passierte? Nichts. Der „süße WauWau“ kam heraus und begrüßte die Leute. Völlig klar, natürlich total touristenfreundlich...hätten wir doch wissen müssen! Oder der Kellner aus „unsererm“ Cafè in Morro Jable, der mir plötzlich in gebrochenem Deutsch erzählte, dass er ein Jahr in Deutschland lebte, in Berlin wohnte und den Schwarzwald besucht hat. Und natürlich meine erste telephonische Zimmerreservierung auf spanisch...

Fest steht, von den Erlebnissen dieses Urlaubes werde ich noch lange zehren. Und an erster Stelle deswegen, weil ich mir eine coolere Reisegruppe nicht wünschen könnte. Kein Wunder, dass Frau Claus keine Zeit zum Lernen fand. Es war einfach zu schön, um dem Ernst des Lebens Raum zu schenken. Nicht zuletzt dadurch, dass wir drei Tage mit Carola und Falk verbrachten, die komischerweise nicht die Schnauze voll hatten von uns Jungspunden :-)