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Juli 2025 Italien

Woche 05:

Jannis, Linda, Maik

Was für ein Abschluss…

So langsam machen wir uns auf den Weg Richtung Heimat. Wir fahren bis nach Senj in Kroatien. Hier hatten wir auf der Hinfahrt einen wirklich schönen Stellplatz mit einer kleinen Bucht. Und ohne damit zu rechnen bekommen wir wieder „unseren“ Platz und können nochmal die türkisblaue Adria genießen. Am Morgen fahren wir über Slowenien nach Triest - drei Länder in 45 Minuten Fahrt!

In Triest stehen wir oberhalb der Stadt auf einem Campingplatz und haben gleich sehr nette Nachbarn, welche den Platz als Sommerresidenz außerhalb ihrer Stadt nutzen. Von Jannis (Belissimo!!!) sind sie gleich ganz angetan und geben uns noch Tipps für Triest und die Umgebung.

Mit dem öffentlichen Bus fahren wir vom Berg runter und genießen „la dolce vita“ - Eis, Spritz, Pizza und Sightseeing! Maik ist nicht ganz so angetan - die riesige urige Piazza mit den Cafés, die in Italien das Zentrum bildet, fehlt! Vier wunderschöne Kirchen und ein weiterer ‚Espresso Freddo‘ runden den Tag dann doch ab.

Um in die Dolomiten zu kommen, durchfahren wir die herrlichen Prosecco- und Grappa Regionen mit ihren kleinen Städtchen. Unser Geheimtipp ist Udine - mittelgroß, schnuckelig, mit vielen Geschäften und einer großen Piazza mit Cafés für Maik und einem Brunnen für Jannis!

Langsam wird es hügeliger und es erheben sich die herrlichen Berge der Dolomiten vor uns. Am Marmolada stehen wir auf einem herrlichen Platz zwischen vielen Wanderern. Leider ist plötzlich eine mehrere Tage anhaltende Regenfront vorhergesagt, welche uns unsere Berg-Pläne über den Haufen werfen lässt…

Wir fahren zum Caldonazzosee und haben großes Glück die Sonne zu erwischen! Es ist Urlaub vom Urlaub angesagt, für drei Nächte stehen wir hier zum Baden, Schwimmen und Entspannen. Wir besuchen Trient und Löweneck, füttern jeden Tag Enten und erfreuen uns an Jannis seinem Tatendrang zu spielen, zu rennen und zu lachen! So langsam zieht Endzeitstimmung auf… Mit diesem Urlaub endet unsere gemeinsame Elternzeit. Jannis wird ab August die Kita besuchen, ich werde ihn mit Argusaugen dabei begleiten, Maik wieder arbeiten - der Alltag hat uns wieder…

Wir haben die Zeit bestmöglich genutzt, genossen, erlebt, gespürt... und trotzdem schwingt etwas Wehmut mit.

In einem Ruck fahren wir durch das gewittrige Österreich nach Landshut zu unseren Freunden KPL. Wir verbringen zwei tolle Tage zusammen, die Kinder sind schnell wieder ein Herz und eine Seele!

Nun schnell nach Haus, Oma und Opa wollen auch in den Urlaub und wir übernehmen den Garten für eine Weile!

Noch schnell abstimmen - wo war’s am schönsten… SLOWENIEN!!!

Tschechien: 8/10

Österreich Ost: 8/10

Slowenien: 10/10

Kroatien: 09/10

Montenegro: 9/10

Bosnien-Herzegowina: 9/10

Italien Ost: 9,5/10

Unser Bus hat auf dieser letzten Elternzeitreise 5668 km, ohne Murren, geleistet und wir sind alle gesund geblieben, hatten in sechs von sieben Reisewochen Sonnenschein - ein gelungener Abschluss!

Juni 2025 Bosnien und Herzegowina

Woche 04:

Jannis, Linda, Maik

Bosnien - geteiltes Land?

Kurz hinter der Grenze liegt Trebinje, eine hübsche belebte Stadt mit herrlicher Kirche im Stadtzentrum. Wir machen eine Pause, Jannis flitzt über den Marktplatz und wir suchen eine Bank um Geld in der hiesigen Währung ‚Konvertible Mark‘ abzuheben - umgerechnet acht Euro Gebühren haben wir selbst in Asien nicht bezahlen müssen - aber wir haben es in Kürze herausgespart, denn BiH ist wirklich günstig! Wir trinken also einen bosnischen Kaffee und fahren weiter Richtung Stolac, wo wir unsere erste Moschee besichtigen können. Tatsächlich treffen hier die Kulturen aufeinander. Moscheen und katholische sowie serbisch-orthodoxe Kirchen stehen in unmittelbarer Nachbarschaft.

Noch deutlicher wird dies an den Kravica-Wasserfällen, einem der Highlights des Landes. Freibad-Atmosphäre verbunden mit Souk-Treiben, überall gibt es Cafés, Souvenirläden und Restaurants um dieses schöne Naturschauspiel herum. Auffällig ist für uns der arabische Tourismus, teilweise vollverschleierte Frauen und traditionell gekleidete Männer neben Menschen in Badehose und knappen Bikini - schon das weckt nochmal unsere Neugier auf den Rest des Landes.

Wir campen wunderschön am Fluss und können die touristisch gut besuchten Wasserfälle auch außerhalb der Öffnungszeiten bebaden. Nora aus der Steiermark ist vier Jahre und nimmt Jannis gleich mit auf ihre Streifzüge über den Platz und wir trauen uns (diesmal alle!) ins wirklich kalte Wasser. Sehr oft treffen wir Familien mit jungen Kindern und in Elternzeit.

Flüsse und Wasserfälle, zum täglichen Baden, gibt es in Bosnien zu Hauf und wir haben einsame, einfache Stellplätze. Gleichzeitig fahren wir durch kilometerweite, unbewohnte, trockene Landschaften unterschiedlicher Vegetation und viele bewaldete Gebiete.

Die Menschen leben hier einfach, wir sehen Agrarflächen und Weinfelder, während wir über die teils kaputten und schmalen Straßen tuckern.

Bei 39 Grad am Abend spazieren wir durch Mostar und über die bekannte Stari Most Brücke, welche den muslimisch-bosniakischen und den katholisch-kroatischen Teil der Stadt verbindet und sind konfrontiert mit dem noch immer währenden Konflikt des Landes. Drei Volksgruppen (Bosniaken, Kroaten und Serben) leben in diesem vom Krieg noch immer gezeichneten Land zusammen und es brodelt unter der Oberfläche!

Besprühte und zerschossene Straßenschilder, Graffitis und Fahnen vor jeder Schule, jeder Behörde, in jedem Dorf, in jeder Stadt… Republik Srpska und die Föderation Bosnien und Herzegowina…

Zerschossene Häuser und mit Kugeln durchsiebte Türen sind stille Zeugen des vergangenen Krieges, welcher so viele Tote forderte!

Wir besuchen einige Moscheen des Landes und sind immer herzlich willkommen, ein sehr offener Islam wird uns gezeigt. Besonders viele Touristen kommen aus der Türkei und besuchen die osmanischen Überbleibsel in den heutigen Bosnischen Städten. Immer wieder haben wir herzliche und überaus kinderliebe Kontakte, sei es bei bosnischem Kaffee mit Lokum oder der bei Maik beliebten ‚Balkanplatte‘ - Gastronomie ist hier so günstig, dass wir selten kochen und gern genießen.

In Jajce laufen wir gerade in die Altstadt, als der ‚Herdenauftrieb’ in den Gassen stattfindet. Die Herren zu Pferd können mal mehr, mal weniger reiten und ziehen von Dorf zu Dorf, von Moschee zu Moschee. Sie singen und beten gemeinsam und wir schauen etwas verblüfft zu.

Im Una-Tal stehen wir mit unserem Camper wieder direkt am Fluss und gleichzeitig besucht eine Familie aus Saudi-Arabien den Platz als Tagesgast. Sofort schließen wir Bekanntschaft und sie Jannis in ihr Herz! Die großen Jungs spielen bereitwillig mit unserem Sohn Fußball und wir bekommen ein reichhaltiges Abendessen an den Bus gebracht. Nun steht schon wieder ein neues Land auf unserer Reiseliste für die kommenden Jahre ;)

Und so verlassen wir Bosnien-Herzegowina, es hat uns sehr gut gefallen und berührt - seine Geschichte, seine Menschen, die Begegnungen und Einfachheit.

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Juni 2025 Montenegro

Woche 03:

Alex, Ina, Jannis, Linda, Maik

Wilder Balkan

Unsere letzten Tage in Kroatien verbringen wir mit INA an wunderschönen Buchten. Die Kinder sind sofort wieder ein Herz und eine Seele - es wird getobt, Eis geschleckt und bis in die Puppen gelacht.

Abends fahren wir nach Dubrovnik und sind ein bisschen enttäuscht. Die Stadt vermittelt die Atmosphäre einer Bühnenkulisse, kaum einheimische Menschen, schicke Restaurants und hohe Preise. So haben wir Kroatien noch nicht erlebt!

Am nächsten Tag verabschiede ich mich für zwei Tage vom Urlaubs- und Familienalltag und fliege auf die Hochzeit meiner engen Jugendfreundin nach Bayern. Aber kein Grund zur Sorge - meine Männer sind ja in bester Gesellschaft!

Als ich am Sonntag wieder lande, haben sich INA verabschiedet und schippern bereits auf einem Segelboot durch die Insellandschaft Kroatiens.

Schön, dass wir uns sehen konnten und so manch langer Weg dafür bestritten wurde! Maik berichtet unterdessen, dass es gar nicht so einfach ist, allein mit Jannis den Camper-Alltag zu erleben.

So machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg in ein neues Land - bye bye Kroatien, Tschüss EU! Mehr als zwei Stunden brauchen wir über die Grenze und lernen das erste Mal kennen, was Grenzkontrollen bedeuten…

In Montenegro prallen die Gegensätze aufeinander. In der Bucht von Kotor reihen sich süße Städtchen einander, während im dörflichen Gebiet viele kaputte Häuser, Autofriedhöfe und Müllberge zu sehen sind.

Kotor läd mit seinen kleinen Gassen und hübschen Bars zum Schlendern ein und wir essen ‚Burek Hack’ unter Palmen. Es ist ziemlich heiß und so nutzt Jannis jede Abkühlung, egal ob Meer oder Brunnen und hat dabei jede Menge Spaß!

Den südlichsten Punkt unserer Reise erreichen wir am Skadarsko-See, welcher mit einem Teil zu Albanien gehört. Weiter geht es in Richtung Landesmitte…

Über die Hauptstadt Podgorica gibt es nur einen kurzen Abschnitt im Reiseführer und doch können wir es nicht lassen, einmal hinein zu fahren. Tatsächlich ist es die einzige uns bekannte Hauptstadt eines Landes, die wirklich, wirklich gar nichts zu bieten hat!

Also schnell weiter ins Grüne! Was wir nun erblicken, hat wenig mit dem zu tun, was wir in Europa erwarten haben - ein Flussdelta wie in Südostasien breitet sich vor uns aus. Wir stehen eine Nacht am Fluss und essen frisch gegrillte Forelle zum Abendbrot.

Der Unterschied zu Kroatien ist merklich erkennbar: die Stellplätze sind funktional, einfach und manchmal etwas chaotisch bis vermüllt. Hier und da wird uns schon gegen neun Uhr der erste Raki mit Zigarette angeboten. Und wieder begegnen wir herzlichen und aufgeschlossenen Menschen, die sich einfach freuen, dass wir da sind und Jannis zaubert zusätzlich Vielen ein Lächeln ins Gesicht.

Über kleine Straßen rangieren wir morgens zum Höhlenkloster Ostrog, welches hoch am Berg liegt. Immer mal wieder huschen (riesige!!!) Schlangen über die Straßen. Als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der serbisch-orthodoxen Kirche erleben wir Pilger und Gläubige an diesem besonderen Heiligtum. Und sofort werden wir mit eingebunden, schreiben Wünsche auf, zünden Kerzen an und kaufen im wohl größten Souvenirladen der orthodoxen Kirche ein. Auch als nichtgläubige Menschen spüren wir die Spiritualität, die dieser Ort innehat.

Immer wieder kann sich Jannis über Tiere freuen - Esel, Schafe und Kühe stehen am Rande unseres Weges gen Durmitor-Nationalpark. Hier tuckern wir den wunderschönen Rundweg mit unserem treuen Bus ab und können uns gar nicht satt sehen an wunderbar blühenden Wiesen, kleinen Dörfern und den Bergen. An einem Wasserloch stehen sogar Wildpferde - diese Bergwelt mit ihrer Tara-Schlucht ist eindeutig unser Highlight in Montenegro! Wir übernachten auf einem Pferdehof mit Hunden, Katzen, Ziegen und Eseln. Am Morgen erkunde ich zum Pferd den Nationalpark, während Jannis seiner Tierliebe frönt.

Und dann geht es weiter - in ein Land, das verspricht, dass der Orient und der Okzident aufeinandertreffen!

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Juni 2025 Kroatien

Woche 02:

Jannis, Linda, Maik

Hallo Sommer, Sonne und Meer!

Durch wunderschöne Landschaften fahren wir zwischen Österreich, Italien und Slowenien umher. Ein flacher, türkiser See läd zu einer Pause ein, bevor es über die Berge weiter Richtung Soča-Tal geht.

Wir sind begeistert von der Farbe des Wassers, das rauschend über die hellgrauen, fast weißen Steine fließt. Später nimmt Jannis noch ein Bad im eiskalten Bach und wir spazieren ein bisschen den Soča-Trail entlang.

Unser erster slowenischer Zeltplatz wirkt leicht chaotisch, ist jedoch wunderschön gelegen. Alle Camper und Zelte dürfen sich ihren Platz selbst aussuchen und so stehen wir inmitten aller auf einer großen Wiese. Jannis findet auch gleich Anschluss und Kinder zum Fußballspielen.

Und so fahren wir dieses wunderbare Flusstal ab, steigen immer mal aus, gehen ans Ufer und besuchen einen kleine Kirche. So langsam wird es wärmer, wir tauschen warme Sachen gegen Kleider und kurze Hosen.

Auf der Weiterfahrt halten wir am Bleder See, welchen wir umlaufen - am noch schöneren Bohinj-See legen wir eine Mittags- und Badepause ein. Überall sind Menschen unterwegs, genießen die Wärme und es sind gerade nur so viele, dass wir es als angenehm empfinden!

Besondere Vorfreude hatte ich auf die Hauptstadt, so schön war sie beschrieben. Tatsächlich ist Ljubljana genau nach unserem Geschmack! Wir besichtigen einen schönen Dom, schlendern durch die Gassen und entlang des Flusses Lubljanica, welcher über und über mit Gastronomie gesäumt ist und stärken uns mittags mit Krainer Wurst und lokalem Bier! Der steile Aufstieg zur Burg ist mit dem Kinderwagen beschwerlich, aber sehr lohnend und der Mohn-Nuss-Strudel schmeckt perfekt zum Kava! Abends stehen wir auf einer großen Bauernwiese zwischen Kühen und kraulen einen großen Hund - also ein gelungener Abschluss für Jannis!

Wir entscheiden uns nochmal an die slowenische Riviera zu fahren. Die Küste ist sehr schön und besonders das kleine Städtchen Piran gefällt uns! Wir besteigen die Stadtmauer, essen Eis und gehen baden. Unser Stellplatz am Abend befindet sich bei einem Winzer - mit Sonnenuntergang für Maik und einem Ochsen für Jannis :). Slowenien überrascht uns und gewinnt direkt unser Herz.

Einen weiteren wunderschönen Platz finden wir gleich am nächsten Tag kurz hinter der kroatischen Grenze! Ein schattiges Plätzchen mit Pool lässt uns entspannt ankommen, in dem Land, in dem wir wohl am meisten Zeit verbringen werden.

Wir machen ein bisschen langsamer, besuchen wunderschöne Wasserfälle um’s Eck und ein herrlich altes Bergdorf lädt zu einem kleinen Pivo ein - Jannis findet gleich zwei Freundinnen auf dem Dorfplatz.

Dann kommen sie, die herrlichen Buchten und Steinstrände an der Adria! Türkises Meer, kleine Fischschwärme und herrliche Steinformationen laden zum Verweilen ein. Wir haben Stellplätze direkt am Meer, oft terrassenförmig angeordnet und mit kleinem Strand. Wir gehen eigentlich ständig baden: morgens, mittags, abends!

Und ja, Steinstrände haben auch ihre Vorteile - kein Sand beim Baden, Eincremen oder am Kind!

Zwischendurch fahren wir weiter Richtung Süden und besuchen kleine Städtchen, wie das herrliche Zadar mit seiner Wasserorgel oder Primošten auf einer vorgelagerten Insel. Wir machen wie immer wieder nette Bekanntschaften mit Einheimischen und anderen Touristen.

Auf einem unserer Plätze werden Tintenfische gejagt, auf einem anderen bringt ein schnorchelnder Franzose Jannis einen Seestern an die Wellenkante.

Jannis könnte stundenlang sitzen und Steine werfen oder seine Schuhe mit Wasser befüllen und ausschütten - kalt ist ihm eigentlich nie. Auch mit Maik ganz ins Wasser zu tauchen, ist kein Problem für den kleinen Draußenseier.

Von den vielen, vielen Inseln wollen wir auch eine besuchen und entscheiden uns für Pag. Wüstenähnlich liegt die karge Landschaft vor uns, wir fahren vorbei an Schafherden, verlassenen Buchten und retten eine Schildkröte von der Straße. Unser Übernachtungsplatz liegt inmitten von einer Schafskoppel und zwei Esel stehen unmittelbar neben unserem Bus. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Jannis mit einem freudigen „Ih-Ah!“ den Tag begrüßt und nicht mehr wegzubekommen ist.

Seine Liebe zu Tieren erreicht in diesem Urlaub definitiv einen neuen Höhepunkt!

Wir finden eigentlich immer einen Platz, jedoch merken wir, dass es rundum die Stadt Split etwas „enger“ und touristischer wird. Die Stadt selbst ist hübsch, hell durch den weißen Speckstein und touristisch gut besucht. Wir drehen eine Runde bevor es uns wieder Richtung Meer zieht und Richtung Dubrovnik, denn hier treffen wir unsere lieben Freunde und checken in eine gemeinsame Ferienwohnung ein!

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Mai 2025 Österreich

Woche 01:

Jannis, Leni, Linda, Maik, Philipp

Vorfreude und Wehmut!

Ja, das beschreibt es wohl am Besten! Unsere Elternzeit nähert sich dem Ende und bald beginnt ein völlig neuer Alltag zwischen Arbeit, Kita und Freizeit. Daher freuen wir uns sehr auf unsere vorerst letzte Tour mit unserem Bus. Gepackt ist schnell - wir sind ja Profis ;)!

Am Morgen hat Jannis erstmal ein Matschauge - eine Bindehautentzündung. Also nochmal schnell zum Kinderarzt, Augentropfen holen und los geht’s Richtung Tschechien. Es regnet…

Wir besuchen auf dem Weg noch das ehemalige Lager Theresienstadt, das Wetter passt zur Atmosphäre! Die Nazis nutzten das Gefängnis für das Quälen und Ermorden ihrer politischen Häftlinge, welche vordergründig tschechische Widerständler waren. Im angrenzenden Ghetto lebten jüdische Menschen unter würdelosen Umständen, viele von ihnen mussten ihr Leben lassen.

Südlich von Prag bezogen wir einen ersten hübschen Stellplatz unter Kirschbäumen und waren wieder völlig drin im #vanlife :).

Die Nachttemperaturen waren noch niedrig und so kuschelten wir uns nach Nudeln mit Pesto in unseren Bus. Und seither schläft Jannis spitze! Vielleicht ist es der wenige Platz, vielleicht die Nähe zu uns - unsere Nächte sind besser als zuhause!

So tingeln wir durch Tschechien, vorbei an Wäldern, Feldern und viel Landwirtschaft. Wir haben immer wieder Stellplätze mit Tieren und herrlichen saftigen Wiesen. Wir besuchen Budweis und Krumau an der Moldau und können beides klar empfehlen! Besonders Zweiteres ist ein Besuch und eine Portion Knödel mit Gulasch wert! Jannis fährt super Auto, schläft gern während der Fahrt und ist bereits wieder genesen!

Danach geht’s über die Grenze nach Linz. Für zwei Tage treffen wir P&L und die Kinder sind in Kürze wieder zum Dahinschmelzen! Gegenseitiges Füttern, Händchenhalten, Fangen und Entdecken…

Bei unserem Stellplatz gibt es Kaninchen, Pferde und Wild zu erleben. Der Regennachmittag ist im großen Wohnmobil unserer Freunde auch zu verschmerzen! Linz zeigt sich am nächsten Tag mit seinem Dom im Sonnenlicht und die Zeit verfliegt bevor wir uns voneinander verabschieden müssen.

Weiter Richtung Süden besuchen wir das beschauliche Klagenfurt und flüchten vor dem Wörthersee. Hier ist uns einfach zu viel bebaut, hohe Mauern und wenig Zugang für alle zum See!

Am kleineren Oissacher See wachen wir mit Alpenpanorama auf und die Männer trauen sich tatsächlich schon ins Wasser!

Der Affenberg bei Villach ist das Highlight unseres nächsten Tages. 185 Japanmakaken leben hier nahe der schönen Burg und freuen sich über Besuch und 230 kg Fressen pro Tag. Nach Linzer Schnitte, Kärntner Torte und Österreichischem Apfelstrudel geht es weiter in ein neues Land - Slowenien!

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